Der historische Eisenbergbau am Briloner Eisenberg

Im Spätsommer 2010 haben wir den mittelalterlichen Bergbau im Bereich des Eisenberges (Stadt Olsberg, NRW) montanarchäologisch untersucht. Im Rahmen eines EU-Leader Projektes sollte der älteste Teil der spätmittelalterlich bis neuzeitlichen Eisengewinnung erforscht werden.

Unklar waren die Anfänge dieser später archivalisch gut belegten Gewinnung. Das zusammen mit dem Olsberger Heimatbund und der Stadtgemeinde gestartete Projekt war in ein Regionalförderungsprogramm zur Einrichtung eines Bergbauwanderweges eingebunden.
Im Fokus der Forschungen stand das Mundloch des alten Stollens mit der zugehörigen Halde und das Pingenfeld mit den begleitenden Halden: 29 Muldenstrukturen finden sich insgesamt, wovon 25 Objekte dem eigentlichen Pingenfeld zugeordnet werden können. Zusätzlich untersuchten wir eine Fläche von 22 m x 13 m archäologisch. Auffällig war hier ein einzelner, 2 m tiefer, offener Schachtmund, der umzäunt und mit Baustahlmatten überdeckt war (Schacht 1).
Die stratigrafischen Beobachtungen zwischen den geologischen Schichten und archäologischen Befunden auf der Grabungsfläche lassen auf mehrere Betriebsperioden schließen. Auffällig ist dabei die weitgehende Fundleere auf der gesamten Grabungsfläche. Hämatitstücke fanden wir besonders oft in der Halde von Schacht 1. Er diente daher wohl der Förderung – möglicherweise aber auch der Bewetterung, Prospektion oder Mutung.


Kontakt

Gero Steffens

 

Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Förderung

Stadt Olsberg, im Rahmen des Leader-Programmes „Eisenstraße Olsberg“

Kooperation

Olsberger Heimatbund

Stadt Olsberg

LWL-Archäologie, Außenstelle Olpe

Laufzeit

2010