Erfassung und Erforschung bergmännischen Geleuchts unter Einsatz neuer Medien

Aufgrund der untertägigen Exponiertheit der bergmännischen Arbeitsplätze kam deren Beleuchtung seit frühester Zeit besondere und in vielerlei Hinsicht maßgebliche Bedeutung zu.

Aus technischer Warte entwickelten sich ausgehend von prähistorischen Kienspänen über verschiedene Zwischenformen in der Regel offen brennende Lampen, die je nach reviertypischen Gegebenheiten charakteristische Gestaltungen etwa in Form von so genannten Fröschen oder Blenden erhielten. Fragen der Lichtstärke und Brenndauer wirkten dabei bereits auf konstruktive Besonderheiten, auf die Wahl des Brennstoffes und die Entwicklung eines spezifischen Sicherheitsgeleuchts ein. Die zentrale Bedeutung des Geleuchts wird in der Vielzahl der seither entwickelten Detaillösungen deutlich. Schließlich etablierte der Bergbau seit Ende des 19. Jahrhunderts spezielle institutionelle Forschungseinrichtungen zur Prüfung und Optimierung des Sicherheitsgeleuchts, das im Kontakt mit zahlreichen Lampenherstellern in die Praxis umgesetzt werden konnte.
Im Zentrum des Projekts steht die komplette Tiefenerschließung der im DBM vorhandenen Geleuchtsammlung als Grundlage eines Bestandsverzeichnisses. Darüber hinaus soll die Entwicklung des bergmännischen Geleuchts mit den Methoden der modernen Technikgeschichtsschreibung und der historischen Objektforschung untersucht werden. Die Erschließung der Geleuchtsammlung erfolgt auf der Grundlage von in der EDV des montan.dok inzwischen eingeführten Verzeichnungsgrundsätzen, weiter wird auf Quellenmaterial des Bergbau-Archivs zurückgegriffen. Die Ergebnisse sollen als Monografie veröffentlicht und durch Einbindung einer CD-Rom sollen zusätzliche Visualisierungen verfügbar gemacht werden (ggf. Verbreitung mit interaktiven Komponenten über das Internet). Einzelergebnisse sollen darüber hinaus in eine neu zu konzipierende Dauerausstellung des Grubengeleuchts einfließen.


Förderung

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Laufzeit

2003 - 2010