Moderne bildgebende Verfahren in der Denkmalpflege

Die rasant fortschreitende Entwicklung digitaler Sensoren ermöglichen neue Wege in der Abbildung und Darstellung von Denkmälern und Museumsobjekten für Forschung, Dokumentation, „Monitoring“ und „Controlling“. Allerdings haben Hard- und Software-Hersteller die Probleme der Denkmalpflege nicht als lohnenswertes Ziel berücksichtigt, obwohl es natürlich zahlreiche Beispiele für den Einsatz solcher digitalen Sensoren gibt.

Es besteht daher der dringende Bedarf nach einer Anpassung und Optimierung moderner, in anderen technischen Sektoren und Wissenschaftsbereichen operationeller Methoden und Verfahren an die Belange der denkmalpflegerischen Praxis.
Dieses, zunächst als „Hausprojekt“ initiierte Vorhaben hat folgende Ziele: Beschreibung, ggf. Entwicklung standardisierter Aufnahme- und Auswerteverfahren zur Bewältigung von Massenaufgaben (Digitalisierung von Dokumenten („Flachware“), 2D- und 3D-Abbildung von sog. Museumsobjekten (Oberflächeneigenschaften).
Entwicklung und Pilotanwendung autonomer und automatisierter Werkzeuge zur Objektabbildung, insbesondere von Zeugnissen der Industrieentwicklung einschließlich der Erkundung und Abbildung unterirdischer Hohlräume.
Rekonstruktion und Animation von Produktionsprozessen einschließlich ihrer interaktiven Internet- und Ausstellungspräsentation zur Wissensvermittlung. Dieses Projekt soll durch konzertierte Einzelmaßnahmen realisiert werden. Aktuelle Aktivitäten innerhalb des Projekts sind:

  • Einsatzerprobung von Sensoriken zur Erkundung unterirdischer Hohlräume einschließlich deren Transport durch ferngesteuerte Fahrzeuge.
  • Rekonstruktion und Animation einer Eisenhütte (16. Jahrhundert) bei Aulus-les-Bains.
  • Entwicklung einer bodengebundenen dynamischen Kameraplattform.
  • Identifikation, Tests und Kalibrierung von Sensorsystemen von Flugrobotern.
  • Informationssysteme für bildbasierende Schadenskartierung an Architekturoberflächen.
  • Anfertigung dreidimensionaler Modell-Demonstratoren.
  • Bildsensoren mit erweiterten Abbildungsbereichen.

Kontakt

Jürgen Heckes

DBM-Projektleiter

Jürgen Heckes

Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)